Auf den Spuren des Parmigiano Reggiano g.U.
21. März 2026Vor wenigen Tagen ging die Food-Tour zu Ende, an der eine Gruppe von Gastronomen, Importeuren und H?ndlern aus Deutschland teilnahm. Sie waren eingeladen worden, die genossenschaftlich organisierten Molkereibetriebe kennenzulernen, die die Region Emilia-Romagna zu einem der wichtigsten und modernsten Produktionszentren f?r Milch und K?se in Europa machen.
Die Initiative wurde im Rahmen des europ?ischen Projekts “Think Milk, Taste Europe, Be Smart” organisiert, das vom Milch- und K?sesektor der Alleanza delle Cooperative Italiane gef?rdert, von Confcooperative umgesetzt und von der Europ?ischen Kommission kofinanziert wird. Auf dem Programm standen zahlreiche Betriebsbesichtigungen und Verkostungen, deren Ziel es war, die Produktionsprozesse sowie die Eigenschaften und Werte der milchwirtschaftlichen Traditionen dieser Region zu vermitteln.
Die Veranstaltung fand vom 10. bis 12. M?rz statt und begann in der Stadt Reggio Emilia, wo das Consorzio del Parmigiano Reggiano seinen Sitz hat: Generaldirektor Riccardo Deserti schilderte die tausendj?hrige Geschichte eines der bekanntesten g.U.-K?se der Welt, bei dem die handwerkliche Kunst der traditionellen K?seproduktion auf die Einzigartigkeit eines Gebiets trifft, das von weiten Ebenen ?ber sanfte H?gel bis hin zu steilen Bergen reicht.
Bei der zweiten Etappe der Tour stand die Entdeckung des Parmigiano Reggiano “Prodotto di Montagna” im Mittelpunkt. Bei der Besichtigung der K?serei Caseificio Cavola 993, einer Genossenschaft am Fu?e des Nationalparks des Toskanisch-Emilianischen Apennins, konnten die Besucher eine Produktions- und Wertsch?pfungskette kennenlernen, die sich auf etwa 900 Metern H?he in einer Landschaft erstreckt, in der ausschlie?lich nat?rliche Futtermittel von Weiden und Wiesen ohne Einsatz von Chemie verwendet werden und bei der das Tierwohl an erster Stelle steht.
In Bologna wurden die deutschen Teilnehmer im Hauptsitz von Granarolo empfangen, einem der wichtigsten Unternehmen der Milchwirtschaft, das direkt von genossenschaftlich organisierten Erzeugern getragen wird. W?hrend einer F?hrung und einer Verkostung der wichtigsten Milchprodukte wurden sowohl bereits umgesetzte Projekte als auch neue Ideen von Granarolo im Bereich der Produktionsinnovation vorgestellt.
Die Tour endete mit einem Besuch der Bio-K?serei Sant”Anna, die sich f?r die strengen Auflagen der biologischen Produktions- und Lieferkette entschieden hat, um einen biologischen Parmigiano Reggiano g.U. herzustellen. Der Wunsch nach einer neuen und nachhaltigen Art der Produktion und Wertsch?pfung entlang der gesamten Lieferkette f?r biologischen Parmigiano Reggiano hat die Genossenschaft dazu veranlasst, in Zusammenarbeit mit Universit?ten und Forschungszentren ein privates Regelwerk mit dem Namen “Oltrebio” zu entwickeln, bei dem gr??ter Wert auf verbessertes Tierwohl, ?kologische Nachhaltigkeit und soziales Engagement gelegt wird.
Die im Rahmen des Projekts “Think Milk, Taste Europe, Be Smart” organisierte Tour hat den Dialog zwischen den italienischen Produzenten und den Akteuren des deutschen Marktes gef?rdert, die Gesch?ftsbeziehungen gest?rkt sowie die Qualit?t, Lebensmittelsicherheit und Nachhaltigkeit der genossenschaftlichen Milch- und K?seproduktion hervorgehoben.
Keywords:Spuren,Parmigiano,Reggiano