Deutsche Meisterschaften im Rapid-Surfing: Yves Viala und Valeska Schneider holen Titel
30. Juli 2026Ein Surf-Fest der absoluten Superlative: Auf der enercity Leinewelle feierte die deutsche Rapid-Surf-Elite am Wochenende im Rahmen der ?Die Finals 2026? ihre offiziellen Deutschen Meisterschaften. Rund 9.000 bis 10.000 begeisterte Zuschauer s?umten an beiden Wettkampftagen t?glich die Uferpromenade in der nieders?chsischen Landeshauptstadt und sorgten f?r einen ph?nomenalen Besucherrekord: Noch nie haben so viele Menschen eine Surfveranstaltung in Deutschland live vor Ort verfolgt. Welchen Stellenwert Rapid Surfing mittlerweile genie?t, unterstrich auch der Oberb?rgermeister bei seinem Besuch der Welle, der begeistert von der ?Surfstadt Hannover? sprach. Das sportliche Niveau stand der Kulisse in nichts nach und lieferte packende Titelentscheidungen bis zur allerletzten Welle.
Herren: 17-j?hriger Shootingstar Yves Viala fliegt im Finale zum Titel
Das Finale der Open Men entwickelte sich zu einem an Dramatik kaum zu ?berbietenden Krimi. Nach den ersten Wellen lag Lokalmatador Konstantin Leugermann (19, Osnabr?ck / Leinewelle e.V.) vor heimischem Publikum in F?hrung und versetzte die Fans in Ekstase. Doch auf der letzten Welle schlug die Stunde von Yves Viala (17, M?nchen): Der Shootingstar, der die spektakul?ren Air-Tricks erst seit rund einem Jahr beherrscht, konterte die Konkurrenz mit der absoluten Event-H?chstwertung von 9,6 Punkten und sicherte sich damit seinen ersten gro?en Titel bei den Erwachsenen.
Auf Platz zwei folgte ein ?berragend surfender Konstantin Leugermann, der sich den Vizemeistertitel sicherte. Das Final-Ensemble komplettierten Marius ?ystein Gerlach (25, M?nchen) auf Rang drei und Joshi Holy (25, M?nchen) auf Rang vier.
Bereits in den Halbfinals hatte sich die enorme Leistungsdichte des Teilnehmerfeldes gezeigt. F?r das gr??te Drama sorgte das Ausscheiden des Deutschen Meisters von 2025, Lennard Weinhold (25, K?ln). Nach einer langwierigen Verletzungspause ging der K?lner gehandicapt an den Start und verpasste das Finale extrem knapp um lediglich 0,27 Punkte. ?Es tut unfassbar weh, aber so ist der Sport. Das Feld r?ckt immer n?her zusammen und das Niveau steigt?, zeigte sich der sichtlich mitgenommene Vorjahressieger nach seiner knappen Niederlage als wahrer Sportsmann.
Frauen: Nervenschlacht im Finale ? Valeska Schneider holt den Meisterschafts-Hattrick
Das Finale der Open Women stand dem M?nnerspektakel in Sachen Dramatik in nichts nach. Nach einem extrem engen Halbfinale, in dem Titelverteidigerin Valeska Schneider (34, M?nchen) nach St?rzen m?chtig unter Druck geriet und erst mit ihrer allerletzten Welle haarscharf den Finaleinzug sichern konnte, entwickelte sich das gro?e Finale zu einem echten Nervenkrimi. Nach den ersten zwei Runs lagen alle vier Athletinnen gleichauf.
Zun?chst ?bernahm Anika Weizel (34, Osnabr?ck) mit einem kraftvollen Stil, pr?zisen 360s und gestandenen Air Reverses das Kommando und setzte mit einer 7,37 die vorl?ufige Richtmarke. Doch in der entscheidenden Phase bewies Valeska Schneider ph?nomenale Nervenst?rke: Sie steigerte sich von Welle zu Welle, zauberte mit ihrer letzten Welle eine 7,87 ? die H?chstwertung des Damen-Finales ? auf das Wasser und sicherte sich strahlend zum dritten Mal in Folge die Meisterschaftskrone.
?Dieser Titel ist vielleicht der wertvollste f?r mich, denn es war verdammt schwer heute. Das Niveau bei den Frauen ist extrem gestiegen und Anika hat uns im Finale alles abverlangt?, freute sich die frischgebackene Dreifach-Meisterin nach der Siegerehrung.
Den Vizemeistertitel sicherte sich mit einer ?berragenden Leistung die Osnabr?ckerin Anika Weizel. Bronze ging an Ina Schorr (21, M?nchen), die im Halbfinale die Tagesh?chstwertung der Damen (8,3) erzielt hatte. Die erst 17-j?hrige Lea Sasse (M?nchen) komplettierte das hochklassige Finale auf Rang vier.
Juniors & Masters: Nachwuchs-Coup und Vorbilder f?r die Wellen-Zukunft
Neben den Open Classes unterstrichen auch die Nachwuchs- und Masters-Kategorien die beeindruckende Breite und Zukunft des Rapid-Surfings in Deutschland:
Juniors: Bei den Junior Girls setzte sich die erst 12-j?hrige Mia Wahl aus M?nchen durch und unterstrich die Klasse der Eisbach-Surferinnen. Bei den Junior Boys sicherte sich das 15-j?hrige Ausnahmetalent Leander Lu (Berlin) souver?n den Meistertitel. Lu unterstrich seine Extraklasse am Wochenende eindrucksvoll, indem er auch im Feld der Herren Open antrat und dort erst im Halbfinale hauchd?nn am Einzug ins gro?e Finale vorbeischrammte.
Masters: Bei den Damen gewann Nadine Ziesing (37, Burscheid) mit einer hochklassigen und konstanten Performance den begehrten Masters-Titel. In der Herren-Kategorie kr?nte sich Alexander Schmidt-Hellwig (45, Kassel) zum Deutschen Meister. F?r den Kasseler ist der Titel mehr als ein sportlicher Erfolg: Er macht sich stark f?r das Entstehen neuer Flusswellen-Initiativen ? allen voran den gro?en Traum einer eigenen stehenden Welle in seiner Heimatstadt Kassel (Fulle Welle e.V.).
Rapid Surfing auf Boom-Kurs: Urbaner Sport bringt Wellenreiten in die St?dte
Das Engagement lokaler Initiativen wie in Kassel ist kein Einzelfall, sondern Sinnbild einer deutschlandweiten Bewegung. Die Rekordkulisse in Hannover unterstreicht eindrucksvoll den rasanten Aufstieg des Rapid Surfings: Die Sportart bringt das Wellenreiten raus aus dem Ozean und mitten ins Zentrum der Gro?st?dte. Neben den etablierten Hotspots wie Eisbach M?nchen, der enercity Leinewelle in Hannover oder der Fuchslochwelle in N?rnberg gibt es bundesweit ?ber ein Dutzend Projektinitiativen, um k?nstliche Wellen oder Flusswellen zu errichten. Hamburg, Ulm, Gie?en, W?rzburg, Stuttgart und Kassel sind nur einige der Regionen, in denen zukunftsweisende Flusswellen-Projekte in Planung und Umsetzung sind. Sie bringen die Welle direkt vor die Haust?r der Athletinnen und Fans. Das stetig steigende sportliche Niveau und das gewaltige Zuschauerinteresse bei Events wie den ?Die Finals 2026? belegen, dass Rapid Surfing als Sportart voll auf der Erfolgswelle reitet.
Die Final-Ergebnisse im ?berblick:
Open Women:
Valeska Schneider (34, M?nchen) ? Deutsche Meisterin 2026
Anika Weizel (34, Osnabr?ck) ? Vizemeisterin
Ina Schorr (21, M?nchen)
Lea Sasse (17, M?nchen)
Open Men:
Yves Viala (17, M?nchen) ? Deutscher Meister 2026
Konstantin Leugermann (19, Osnabr?ck / Leinewelle e.V.) ? Vizemeister
Marius ?ystein Gerlach (25, M?nchen)
Joshi Holy (25, M?nchen)
Juniors (U18):
Juniorin Champion: Mia Wahl (12, M?nchen)
Junior Champion: Leander Lu (15, Berlin)Masters:
Master Champion (Damen): Nadine Ziesing (37, Burscheid)
Master Champion (Herren): Alexander Schmidt-Hellwig (45, Kassel)
?ber den Deutschen Wellenreitverband e.V. (DWV):Der Deutsche Wellenreitverband (DWV) ist die offizielle Dachorganisation f?r den Wellenreitsport in Deutschland. Als Mitglied des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) f?rdert der DWV den Wellenreitsport auf nationaler und internationaler Ebene und vertritt die Interessen der deutschen Surferinnen und Surfer. Der Verband engagiert sich f?r die Ausbildung und Weiterentwicklung von Athletinnen und Athleten sowie f?r die F?rderung des Nachwuchses.
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